16.12.2019

Welche Holzarten für Saunen gibt es und was sind die Unterschiede?

Nordische Fichte

Das Holz der Nordischen Fichte ist für den Saunabau sehr beliebt. Dieses Holz wird auch als Polarfichte bezeichnet und verfügt über spezifische Materialeigenschaften, welche für den Saunabau nahezu ideal sind. Diese Holzart ist feinporig und gilt als sehr robust. Darüber hinaus sorgen in der Saunakabine die feinen Asteinschlüsse für eine besonders heimelige und behagliche Atmosphäre. In Finnland, wo die Sauna ihren Ursprung hat, wird die Nordische Fichte bis heute bevorzugt. Es existieren also sehr gute Referenz- und Erfahrungswerte mit diesem Holz. In der Saunakabine verströmt dieses Holz den besonders würzigen und typisch aromatischen Duft. Verwendbar ist die Polarfichte für die gesamte Innenauskleidung einer Sauna aus Holz, also ganz unproblematisch für die Wandelemente aber auch für die Decke.

Hemlock Tanne

Ein weiteres, gern genutztes Saunaholz stammt von der Hemlock Tanne. Diese Kiefernholzart kommt vorwiegend in Nordamerika vor, vereinzelt ist sie auch in Europa anzutreffen. Das Holz ist leicht, weich und schön mit einer weiss-gelblichen Farbgebung. Es besitzt sehr gute Eigenschaften für die Verarbeitung und ist langlebig. Ein weiterer wichtiger Pluspunkt der Hemlock Tanne ist die Tatsache, dass ihr Holz nicht harzt.

Abachi Holz

Aus den afrikanischen Regenwaldgebieten stammt eine weitere Holzart, die für den Saunabau taugt. Dieses sogenannte Abachi Holz wächst in den immergrünen Regenwäldern schnell nach, weshalb Saunabauer, welche dieses Holz verwenden möchten, kein schlechtes Gewissen bezüglich Umweltschutz haben müssen. Abachi Holz ist also von der Beschaffung her auf jeden Fall nachhaltig und darf nicht verwechselt werden mit einigen Tropenhölzern Asiens, an denen oft Raubbau betrieben wird. Auch diese Holzart ist nahezu frei von Harz und Splittern und es nimmt die Wärme in der Saunakabine nicht so gut auf. Ein Kriterium, welches gerade auf den Sitzplätzen in der Sauna nicht unwichtig ist.

Rotzeder

Das Holz der Rotzeder ist bekannt für seinen aromatischen Duft, seinen dunkelroten Farbton und seine exzellenten isolierenden Eigenschaften. Deshalb ist auch Rotzeder ein beliebtes Saunaholz.

Europäische Tanne

Die Europäische Tanne liefert ebenfalls ein gutes Holz für die Sauna. Maserung und Muster wirken sehr natürlich, das Gefühl in einer Saunakabine mit Europäischer Tanne wirkt vertraut und warm.

Espe

Nur wenige Laubbaumhölzer eignen sich für den Saunabau, darunter das bekannte Espenholz. Es gilt als stabil und verfügt über eine schöne, natürliche und helle Farbgebung.

Keloholz

Eine ganz eigene Holzart zum Saunabau ist das Keloholz. Dabei handelt es sich nicht um Frischholz, sondern um bereits abgestorbenes Holz aus dem Norden Lapplands mit einem Alter von bis zu 300 Jahren. Es hat also bereits einen natürlichen Trocknungsprozess durchgemacht und verfügt kaum noch über Aromastoffe. Deshalb gilt die Wirkung beim Saunabad als besonders entspannend. Viele sogenannte Kelohäuser zum Saunieren in Finnland sind mit diesem Holz errichtet worden.

Thermoholz

Schliesslich wird hierzulande zum Saunabau auch manchmal Thermoholz verwendet. Auf den ersten Blick erinnert es wegen seiner eher dunklen Färbung an Tropenholz, stammt allerdings aus heimischen Wäldern. Thermoholz wird vor seiner Weiterverwendung bis zu 96 Stunden auf maximal 220°C erhitzt und ist danach gegen Keime wie Bakterien oder Pilze absolut geschützt.

Fazit

Verschiedene Holzarten sind als Saunaholz geeignet. Mehr als 40 Holzarten haben wir von der Sauna World AG bemustert. Bestimmt ist eines darunter, welches Ihnen persönlich am besten gefällt und zu Ihrem Budget passt. Wenn nicht, wir finden eines, das Ihre Wünsche erfüllt – versprochen. Eine bildliche Vorstellung von den Holzarten finden Sie in unserer AUsstellung in der Wellnessgalerie in Dättwil oder in unserem Katalog. Gerne möchten wir Sie auch persönlich zu diesem Thema beraten, um die optimale Lösung für Ihre Sauna zu finden.

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