18.03.2019

Ist ein Saunabesuch immer gut für Sie? Unter welchen Umständen soll die Sauna lieber gemieden werden?

Ein Besuch in der Sauna entspannt den Geist und hilft dem Körper dabei, Giftstoffe auszuschwemmen und die Gefässe besser zu durchbluten. Ausserdem fördert das warme Klima in der Sauna das Immunsystem und härtet gegen Erkrankungen ab. Einige Risikogruppen dürfen ohne ärztliche Zustimmung jedoch nicht in die Sauna.

Menschen mit Herz-Kreislauf-Beschwerden

Zunächst sollten Menschen mit Herz-Kreislauf-Beschwerden auf den Sauna-Besuch verzichten. Mit einem instabilen Kreislauf kann der Saunagang zu Beschwerden wie Schwindel, Atemnot oder sogar einem Kreislaufkollaps führen.

Ältere Menschen und kleine Kinder

Auch ältere Menschen, Babys und kleine Kinder sollten die Sauna nicht aufsuchen. Während Senioren mit der notwendigen Vorbereitung zumindest in eine Biosauna dürfen, ist die Dampfkabine für Kinder Tabu. In jedem Fall sollten die U6-Untersuchungen abgewartet werden, welche Aufschluss über mögliche Allergien und Erkrankung des Kindes geben.

Kein Saunabesuch mit Viruserkrankung

Menschen, die aktuell an einem Virusinfekt erkrankt sind, sollten die Sauna meiden. Nicht nur besteht durch die hohe Temperatur und die Feuchtigkeit eine zusätzliche Belastung für den Körper, auch können sich die Viren auf andere Menschen übertragen und zu Erkrankungen führen. Um dies zu vermeiden, sollte der Saunabesuch vermieden werden bis die Symptome abgeklungen sind und man sich wieder fit fühlt. Selbiges gilt bei chronischen Erkrankungen. Personen, die an Epilepsie leiden oder lungenkrank sind, sprechen den Saunabesuch am besten zunächst mit einem Arzt ab.

Saunaverbot für Menschen mit Krücken

Verboten ist der Saunabesuch auch für Menschen mit Krücken. Saunabetreiber schliessen Menschen mit Verletzungen aus, um zu vermeiden, dass diese bei einem Sturz die Kabine nicht verlassen können.

Weitere Risikogruppen

Weitere Risikogruppen sind Krebspatienten und Menschen mit Rheuma- oder Gicht-Beschwerden. In beiden Fällen gilt: zunächst mit dem Hausarzt sprechen. Der Mediziner klärt ab, ob ein Saunabesuch möglich ist und gibt Tipps, wie er gestaltet werden kann.

Menschen, die an einer Drüsenerkrankung leiden und beispielsweise nicht schwitzen können, dürfen ebenfalls keine klassische Sauna besuchen. Für diese Menschen bieten sich Alternativen wie die Cold Sauna an.

Dürfen schwangere Frauen in die Sauna?

Schwangere Frauen sollten die Sauna meiden. In den ersten Wochen der Schwangerschaft kann die Sauna allerdings sinnvoll sein, um den Kreislauf zu regulieren. Erlaubt sind vergleichsweise sanfte Varianten wie die Bio-Sauna. Verzichtet werden muss auf kalte Duschen und das Baden im Eisbad. Schwangere Frauen, die bereits zuvor regelmässig die Sauna besucht haben, dürfen ohne weiteres auch weiterhin gelegentlich die Dampfkabine aufsuchen, insofern sie das Wohl des Kindes berücksichtigen. Auch hier empfiehlt sich ein beratendes Gespräch mit dem Arzt.

Es gibt also einige Konditionen, mit denen auf den Saunabesuch verzichtet werden sollte. Wer sich unsicher ist, ob er mit der eigenen Erkrankung oder Verletzung in die Sauna darf, fragt am besten den Hausarzt um Rat. Des Weiteren kann es auch hilfreich sein, sich mit dem Saunabetreiber und erfahrenen Saunagängern austauschen.

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